BMP-UntersuchungenEnergiepflanzen und Ganzpflanzensilage (GPS)

Rye, whole crop — BMP: 8 Studien, gewichteter Mittelwert 313 m³ CH₄/t oTS

Rye, whole crop: 8 Datensätze an BMP-Daten aus 2 Publikationen, gewichteter Mittelwert 313 m³ CH₄/t oTS, Spanne 140–492.

Bewertung: gutCH₄ 63 %

Veröffentlicht Aktualisiert 2 Min. LesezeitRedaktion FeedstockData

Foto W.carter / Wikimedia Commons, Lizenz CC0 1.0, Quelldatei; Änderungen: Zuschnitt

Gewichteter Mittelwert
313m³ CH₄/t oTS
Spanne
140–492m³ CH₄/t oTS
Datensätze
8Studien
Publikationen
2Quellen
Temperaturen
35 °C, 38 °Cdes Tests

Methan im Biogas

Hoher Methangehalt · ≈ 6,3 kWh/m³ Biogas

gemessen Mittelwert aus 5 Studien BMP, Spanne 61–64 %; im Batch-Test fällt der CH₄-Anteil tendenziell höher aus als in einer Anlage.

Wie wir rechnen und was die Zonen bedeuten

Bewertung für Biogasanlagen

gut — redaktionelle Bewertung für BiogasanlagenStabil, wird in der Regel ohne Gebühr angenommen

Potenzial je Tonne Frischmasse: hoch (96 m³ CH₄/t); keine besonderen Gefahren für die Stabilität. Handhabungskosten: Fasern, Schwimmschicht.

Warum? Bewertungsfaktoren

Potenzial je Tonne +2

  • +2Potenzial 96 m³ CH₄/t Frischmasse (BMP 313 × TS 32,9 % × oTS 93,2 %)

Prozessstabilität 0

  • 0keine Faktoren

Handhabung und Kosten −0,5

  • −0,5Fasern, Schwimmschicht — Zerkleinerung und intensive Durchmischung

Punkte insgesamt: 1,5 · Schwellen: ≥ 2,5 sehr gut, ≥ 1 gut, darunter — neutral; negativ bei kumuliertem Prozessrisiko.

Redaktionelle Bewertung gemäß der Methodik · Zuverlässigkeit der Bewertung: mittel · ohne Marktpreise

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BMP-Kurven aus 8 Studien

Gewichteter Mittelwert Einzelne Datensätze

BMP-Kurven: Rye, whole cropKumulierte Methanproduktion im Zeitverlauf für 8 Datensätze und den gewichteten Mittelwert von 313 m³ CH₄/t oTS. 8 der Kurven sind Modellkurven (Kinetik erster Ordnung).02004006000510152025303540Zeit [d]m³ CH₄/t oTSAmon et al. (2007) · 1: 140 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Amon et al. (2007) · 2: 243 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Amon et al. (2007) · 3: 275 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Heiermann (2002) · 1: 283 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Heiermann (2002) · 2: 370 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Heiermann (2002) · 3: 410 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Heiermann (2002) · 4: 476 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Heiermann (2002) · 5: 492 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Mittelwert313

Gestrichelte Linien sind eine Modellkurve (Kinetik erster Ordnung, B(t) = B₀·(1 − e−kt)); der Endpunkt stammt aus der Publikation. Alle Kurven sind Modellkurven.

Kumulierte Methanproduktion im Testverlauf [m³ CH₄/t oTS]. Die dicke Linie ist der gewichtete Mittelwert aller Datensätze (313); Punkte markieren die in den Publikationen angegebenen Endwerte. Fahren Sie mit der Maus über das Diagramm, um Werte abzulesen; ein Klick auf einen Legendeneintrag blendet einen Datensatz aus oder ein.

Datensätze und Quellen

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QuelleBMP
m³ CH₄/t oTS
CH₄ im Biogas
Vol.-%, gemessen
TemperaturProbeKurve
Amon et al. (2007) · 1 DOI140—38 °C · mesophilRyeEndpunkt (Modellkurve)
Amon et al. (2007) · 2 DOI243—38 °C · mesophilRyeEndpunkt (Modellkurve)
Amon et al. (2007) · 3 DOI275—38 °C · mesophilRyeEndpunkt (Modellkurve)
Heiermann (2002) · 128361,0 %35 °C · mesophilRyeEndpunkt (Modellkurve)
Heiermann (2002) · 237064,0 %35 °C · mesophilRyeEndpunkt (Modellkurve)
Heiermann (2002) · 341063,0 %35 °C · mesophilRyeEndpunkt (Modellkurve)
Heiermann (2002) · 447664,0 %35 °C · mesophilRye · Vorbehandlung: Silage in 1L glass vessels packed and sealed for 3 month periodEndpunkt (Modellkurve)
Heiermann (2002) · 549264,0 %35 °C · mesophilRye · Vorbehandlung: Silage in 1L glass vessels packed and sealed for 3 month periodEndpunkt (Modellkurve)
Gewichteter Mittelwert31363,2 %arithmetischer Mittelwert 336, SD 122

Typische Zusammensetzung

Trockensubstanz (TS)
32,9% (Spanne 25–61)
Organische Trockensubstanz (oTS)
93,2 % TS (Spanne 91,4–95)

Median und Spanne der Bestimmungen, die in den Publikationen zu den BMP-Datensätzen dieses Substrats angegeben sind (abgelesen aus: CROPGEN D4); Trockensubstanz: 5 Bestimmungen, organische Trockensubstanz: 5 Bestimmungen.

Quellen: Heiermann (2002).

Die Zusammensetzung des Rohstoffs schwankt zwischen Chargen — für Anlagenberechnungen verwenden Sie die Analyse Ihrer eigenen Probe. Der Rechner trägt typische Werte automatisch ein.

Prozesseigenschaften

  • saisonal
  • faserig
  • redaktionelle Einstufung

Kofermentation — womit kombinieren, worauf achten

Dosierung

Der Kofermentationsrechner bewertet eine konkrete Mischung mit diesem Substrat.

Was die Zusammenstellung zeigt

Die Zusammenstellung umfasst 8 Datensätze zum Methanpotenzial (BMP) des Substrats „Rye, whole crop“ aus 2 Publikationen, veröffentlicht 2002–2007. Die Ergebnisse reichen von 140 bis 492 m³ CH₄/t oTS, der gewichtete Mittelwert beträgt 313 m³ CH₄/t oTS (arithmetischer Mittelwert 336, Standardabweichung 122).

Die Tests wurden bei 35, 38 °C (Temperaturbereich: mesophil) durchgeführt. Unterschiede bei Temperatur, Impfschlamm, Testdauer und Probenvorbereitung sind typische Ursachen für die Streuung der Ergebnisse zwischen Laboren.

Für 8 Datensätze gibt die Publikation nur den Endwert an. Die Linie im Diagramm ist dann eine Modellkurve (Kinetik erster Ordnung) und dient nur dem Vergleich der Kurvenformen — nur der Endpunkt stammt aus der Publikation.

So nutzen Sie diese Daten

BMP beschreibt das Potenzial, das im Batch-Test unter Laborbedingungen erzielt wird. In einer großtechnischen Anlage hängt der Ertrag zusätzlich von Verweilzeit, Fermenterbelastung, Durchmischung und Zusammensetzung der Einsatzstoffe ab. Für Vorberechnungen empfiehlt sich der gewichtete Mittelwert, für die Risikobewertung die gesamte Spanne der Ergebnisse. Bei der Planung eines konkreten Einsatzstoffs lohnt es sich, einen eigenen BMP-Test an einer repräsentativen Probe zu beauftragen.

Methodik in Kürze

BMP ist die Methanmenge, die im Batch-Test aus der organischen Trockensubstanz (oTS) gewonnen wird, angegeben in m³ CH₄ pro Tonne oTS (numerisch identisch mit NmL CH₄/g oTS in den Publikationen) und auf Normbedingungen (0 °C, 101,325 kPa) umgerechnet. Der gewichtete Mittelwert gibt jeder Publikation ein Gesamtgewicht von 1, das gleichmäßig auf ihre Ergebnisse für das Substrat verteilt wird — eine Arbeit, die zwanzig Sorten testet, wiegt also nicht schwerer als eine Arbeit mit einer einzigen Probe. Bei Ringversuchen ist die Einheit das Labor (Gesamtgewicht 1), und innerhalb des Labors steigt das Gewicht eines Tests mit der Zahl der Flaschen (Replikate). Ergebnisse nach einer Vorbehandlung (z. B. thermisch, chemisch, enzymatisch) werden gesondert ausgewiesen und gehen nicht in den Mittelwert ein.

Durchgezogene Linien sind in den Tests gemessene Kurven. Gibt eine Publikation nur das Endergebnis an, zeichnen wir ein kinetisches Modell erster Ordnung, B(t) = B₀·(1 − e−kt): Nur der Endpunkt stammt aus der Publikation, die Kurvenform dient ausschließlich der Visualisierung — die Produktion an einem bestimmten Tag lässt sich daraus nicht ablesen. Für dieses Substrat wurde k = 0,085 d−1 angenommen (Median der in den Quellen angegebenen und/oder an die mittleren gemessenen Kurven angepassten Geschwindigkeitskonstanten k).

Die Statistiken beschreiben die Streuung veröffentlichter Ergebnisse — eine deskriptive Zusammenstellung, keine Metaanalyse und keine Garantie für den Anlagenertrag.

Vollständige Methodik und Korrekturpolitik

Literaturverzeichnis

  1. Amon, T.; Amon, B.; Kryvoruchko, V.; Machmüller, A.; Hopfner-Sixt, K.; Bodiroza, V.; Hrbek, R.; Friedel, J.; Pötsch, E.; Wagentristl, H.; Schreiner, M.; Zollitsch, W. (2007). Methane production through anaerobic digestion of various energy crops grown in sustainable crop rotations. Bioresource Technology 98(17), 3204–3212. DOI: 10.1016/j.biortech.2006.07.007 DOI
  2. Heiermann, M. Plöchl, M. Linke, B. Schelle, H. (2002). Preliminary evaluation of some cereals as energy crops for biogas production. World Renewable Energy Congress VII.

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