Wann ist bioCNG besser und wann bioLNG?

BioCNG (verdichtetes Biomethan) eignet sich für den lokalen und regionalen Verkehr und dort, wo eine Tankstelle in der Nähe ist, bioLNG dort, wo größere Reichweite des Fahrzeugs und Energiedichte zählen, z. B. im schweren Fernverkehr und in der Schifffahrt.

Die Verdichtung auf etwa 200–250 bar ist technisch einfacher und günstiger als die Verflüssigung, doch das Gas im Tank beansprucht mehr Platz und ergibt eine geringere Reichweite. Verflüssigtes Gas hat eine um ein Mehrfaches höhere volumetrische Energiedichte, sodass LNG-Lkw lange Strecken ohne häufiges Tanken bewältigen. Die Verflüssigung erfordert jedoch eine spezialisierte Anlage, Energie und kryogene Infrastruktur. Die Wahl hängt also von der Produktionsgröße, der Entfernung zu den Abnehmern, der Art der Fahrzeuge und der verfügbaren Infrastruktur ab.

Quellen: European Biogas Association; Rozporządzenie (UE) 2023/1804 (AFIR) — EUR-Lex

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Was ist bioLNG?

BioLNG ist Biomethan, das durch Abkühlung auf etwa −162 °C verflüssigt wurde, wodurch sein Volumen etwa 600-mal kleiner ist als das von Gas bei Umgebungsbedingungen, was Transport und Lagerung erleichtert.

Die Verflüssigung betrifft Gas in einer Qualität, die den technischen Anforderungen entspricht, also Biomethan und nicht Rohbiogas. In flüssiger Form wird das Gas in kryogenen Tankwagen transportiert und in isolierten Behältern gelagert und anschließend als Kraftstoff für Lkw, Schiffe und in der Industrie außerhalb der Reichweite des Gasnetzes genutzt. Chemisch ist bioLNG derselbe Kraftstoff (hauptsächlich Methan) wie fossiles LNG, stammt aber aus Biomasse oder Abfällen. Seinen erneuerbaren Charakter bestätigen Nachhaltigkeitszertifikate und nicht die physikalischen Eigenschaften.

Quellen: European Biogas Association; IEA — Outlook for biogas and biomethane: prospects for organic growth

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Worin unterscheidet sich bioLNG von LNG?

BioLNG und LNG unterscheiden sich physikalisch in nichts Wesentlichem, denn beides ist verflüssigtes Methan; sie unterscheiden sich in der Herkunft, denn bioLNG entsteht aus Biomethan aus Abfällen und Biomasse, LNG aus fossilem Erdgas.

Dadurch kann bioLNG in denselben Fahrzeugen und an denselben Tankstellen wie LNG getankt werden. Der Unterschied zeigt sich in der Treibhausgasbilanz: bioLNG aus Abfällen oder Gülle kann im Lebenszyklus deutlich niedrigere Emissionen haben als fossile Kraftstoffe, in einigen Ketten dank vermiedener Emissionen aus dem Abfallabbau sogar negative. Die Richtlinie RED II (Anhang V der Richtlinie (EU) 2018/2001) setzt 94 g CO₂eq/MJ als Referenzwert für fossile Kraftstoffe im Verkehr an, von dem aus die Minderung berechnet wird. Um einen Kraftstoff als biogen verkaufen zu können, muss man die Herkunft des Rohstoffs dokumentieren und die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.

Quellen: European Biogas Association; Dyrektywa (UE) 2023/2413 (RED III) — EUR-Lex

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