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Argentinien: RenovAr und Biogas – 36 Biogasprojekte, 4 Deponiegasprojekte und 18 Biomasseprojekte

Übersicht der Ergebnisse des Programms RenovAr nach Angaben der argentinischen Regierung (Stand August 2018): 147 Projekte und 4.466,5 MW in den Runden 1, 1.5 und 2, darunter 36 Biogas-, 4 Deponiegas- und 18 Biomasseprojekte.

Veröffentlicht 4 Min. LesezeitRedaktion FeedstockData

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Linie wysokiego napięcia i stacja elektroenergetyczna o wschodzie słońca, w oddali biogazownia we mgle.
Illustration: FeedstockData (KI, Google Gemini)

Das Programm RenovAr – die argentinischen Ausschreibungen für erneuerbare Energien – umfasste die Runden 1, 1.5 und 2. Laut einer Mitteilung der argentinischen Regierung vom 7. August 2018 wurden darin insgesamt 147 Projekte in 21 Provinzen mit einer Leistung von 4.466,5 MW ausgewählt: 41 Solar-, 34 Wind-, 18 Biomasse-, 14 Kleinwasserkraft-, 36 Biogas- und 4 Deponiegasprojekte. Für den Biogassektor zählen somit 40 Projekte, wenn man das Deponiegas hinzurechnet.

Ablauf der Runden

Laut der in der Revista Ingeniería Eléctrica (Dezember 2019) veröffentlichten Übersicht wurden in Runde 1, die im Mai 2016 ausgeschrieben wurde, 1.000 MW angeboten, darunter 65 MW Biomasse und 15 MW Biogas; ausgewählt wurden 29 Projekte mit einer Leistung von 1.142 MW in 14 Provinzen. Runde 1.5 (Oktober 2016) umfasste 600 MW Wind- und Solarenergie, und es wurden 30 Projekte mit einer Leistung von 1.281,5 MW ausgewählt – ohne Biogas und Biomasse. Runde 2 (August 2017) bot 1.200 MW an, darunter 100 MW Biomasse und 35 MW Biogas, sowie ein gesondertes Segment von 15 MW Biogas aus Deponien; im November 2017 wurden 66 Gebote mit 1.408,7 MW ausgewählt, in der sog. Phase 2 weitere (daher liegt die Summe der für die drei Runden angegebenen Leistungen unter 4.466,5 MW). Die Mitteilung der Regierung aus dem Jahr 2018 weist darauf hin, dass in Runde 2 insgesamt 88 Projekte unter Vertrag genommen wurden.

Biogas in den Runden

In Runde 1 sind die ersten Biogasanlagen laut EconoJournal und der CAMMESA-Übersicht bei Editores CT Río Cuarto I in Córdoba (2 MW, Biogas aus Vinasse und Maissilage), Yanquetruz in San Luis (1,2 MW, Abfälle aus der Schweinehaltung), San Pedro Verde in Santa Fe (1,42 MW) sowie CT Río Cuarto II (1,2 MW, Córdoba); die Biomasse wird durch Pindó Eco-Energía (Misiones, 2 MW) vertreten. In Runde 2 wurden u. a. Citrusvil in Tucumán (3 MW, Biogas), Ampliación Bioeléctrica Dos in Córdoba (1,2 MW), 5 MW aus Deponiegas in Ensenada in der Provinz Buenos Aires sowie Bombal Biogás (1,2 MW, Santa Fe) ausgewählt, dessen Vertrag mit CAMMESA im August 2018 unterzeichnet wurde und das Strom aus tierischen Ausscheidungen, Abfällen der Ölindustrie, Obst- und Gemüseresten, Nebenprodukten der Agrarindustrie und Klärschlämmen erzeugen soll.

Stand der Umsetzung im Jahr 2018

Im Juni 2018 berichtete EconoJournal, dass bereits sieben Projekte des Programms Strom ins Netz liefern: drei Biogas-, zwei Biomasseprojekte, ein Windpark und ein Kleinwasserkraftwerk; alle aus Runde 1 hatten im Vorjahr die Produktion aufgenommen. Im August 2018 teilte die Regierung mit, dass in Runde 2 von den 88 ausgewählten Projekten 46 Verträge (1.130,77 MW) unterzeichnet wurden, dass das Biomasseprojekt CT Prodeman Bioenergía in Córdoba den kommerziellen Betrieb aufgenommen hat und fünf weitere im Bau waren.

Preise und Vertragsstand

Laut der Mitteilung der Regierung vom August 2018 sank der gewichtete Durchschnittspreis in den aufeinanderfolgenden Runden von 61,41 USD/MWh in Runde 1 über 54,02 in Runde 1.5 auf 51,49 in Runde 2; die Mindestpreise für Solarenergie sanken von 59 auf 40,44 USD/MWh, für Windenergie von 49 auf 37 USD/MWh. Diese Angabe betrifft das gesamte Programm und nicht Biogas – bei kleinen Biogasanlagen ergibt sich der Preis ohnehin aus dem im jeweiligen Segment abgegebenen Gebot. Die Regierung gab außerdem an, dass sich damals 47 Projekte im Bau und 6 im kommerziellen Betrieb befanden, mit einer Gesamtleistung von 2.322,245 MW, und dass 69 Projekte aus den Runden 1, 1.5 und Resolución 202 zu 100 % unterzeichnete Verträge hatten.

Abweichungen in den Daten

In anderen Übersichten können die Zahlen für Biogas und Biomasse aufgrund unterschiedlicher Klassifizierung (Deponiegas gesondert oder zusammen), zurückgezogener Projekte und der Stichtage der Übersichten abweichen. Die mitunter für Resolución 202 genannten Zahlen (157 Projekte, 4.966 MW) sowie die Aufschlüsselung auf 37 Biogasprojekte mit 64,9 MW haben wir in offenen Quellen nicht bestätigen können. Die Zahl der in einer Ausschreibung ausgewählten Projekte entspricht zudem nicht der Zahl der Projekte, die tatsächlich errichtet wurden und in Betrieb sind.

Was das für Polen und Europa bedeutet

Die Erfahrungen mit RenovAr zeigen sowohl die Vorzüge von Ausschreibungen (Preiswettbewerb, gesonderte Segmente für Biogas und Deponiegas) als auch ihre Grenzen: Die Programme betreffen hauptsächlich kleine Anlagen mit einer Leistung von einigen Megawatt, und ihre Umsetzung hängt von der Finanzierung und vom Netzanschluss ab. Für die polnischen EE-Ausschreibungen ist das ein Argument für gesonderte Körbe für kleinere Biogasanlagen.

Quellen

  1. Ministerio de Energía — Nueva firma de contratos del programa RenovAr (7.08.2018)
  2. EconoJournal — Siete proyectos del RenovAr ya brindan energía al sistema (27.06.2018)
  3. Editores (Revista Ingeniería Eléctrica, grudzień 2019) — Las rondas de RenovAr: qué se licitó, qué está operando