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Axpo steigt in den polnischen Biogasmarkt ein. Erste eigene Biogasanlage in Stare Ślepce

Die Schweizer Axpo-Gruppe hat eine landwirtschaftliche Biogasanlage in Stare Ślepce (Woiwodschaft Westpommern) gekauft: ca. 20.000 t Substrate pro Jahr und ca. 6,6 GWh Strom. Es ist ihr erster eigener Vermögenswert in Polen.

Veröffentlicht Aktualisiert 2 Min. LesezeitRedaktion FeedstockData

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Widok z góry na biogazownię rolniczą: koła zielonych i szarych kopuł, prostokątne pryzmy kiszonki pod folią i pasy pól kukurydzy.
Illustration: FeedstockData (KI, Google Gemini)

Die Schweizer Energiegruppe Axpo hat eine landwirtschaftliche Biogasanlage in Stare Ślepce in der Woiwodschaft Westpommern gekauft, worüber am 23. Oktober 2024 berichtet wurde. Es ist der erste eigene Vermögenswert dieser Gruppe in Polen, wo sie sich bisher hauptsächlich mit dem Handel mit Strom und Gas für Geschäftskunden befasste. Der Kauf erfolgte von privaten Gesellschaftern; der Preis wurde nicht offengelegt.

Einzelheiten der Transaktion und der Anlage

Die Biogasanlage ist seit Ende 2020 in Betrieb. Sie verarbeitet etwa 20.000 Tonnen Substrate pro Jahr, vor allem landwirtschaftliche Abfälle, und erzeugt etwa 6.640 MWh Strom, der ins Netz eingespeist wird und das grüne Portfolio von Axpo Polska ergänzt. Der Gärrest geht als Dünger an Landwirte in der Umgebung. Die Gruppe kündigte an, die Anlage in den nächsten Monaten zu modernisieren und an die eigenen Standards anzupassen sowie weitere Biogasprojekte im Land umzusetzen. In den Unterlagen wurden weder die installierte Leistung noch der Preis noch das genaue Datum der Transaktion angegeben.

Axpo nennt Polen als einen von fünf europäischen Märkten, die es für den Ausbau von Biogas gewählt hat. Die Gruppe hatte zudem früher – Ende 2023 – Energiespeicher in Polen und Investitionen in Photovoltaikparks angekündigt.

Was das bedeutet

Der Einstieg von Axpo passt zu einem breiteren Trend: Ausländische Energie- und Handelsunternehmen kaufen bestehende landwirtschaftliche Biogasanlagen (E.ON, TotalEnergies über PGB, Orlen, Suez), um ein Biogas-Erzeugungsportfolio aufzubauen und es später in Biomethan umzuwandeln. Ein Händler mit Erfahrung im Handel mit Gas und Herkunftsnachweisen ist ein natürlicher Partner für Landwirte, die Biomethan verkaufen wollen, aber keine Handelsstruktur haben.

Bedeutung für die Branche in Polen

Für Eigentümer kleiner und mittlerer Biogasanlagen, die einen Verkauf erwägen, ist die Transaktion von Axpo ein Referenzpunkt: Es gibt einen Sekundärmarkt, und die Käufer suchen Anlagen mit Produktionshistorie und stabilen Substratverträgen. Für Landwirte – Substratlieferanten – bedeutet ein Eigentümerwechsel in der Regel eine Neuverhandlung der Verträge und höhere Qualitätsanforderungen. Für die polnische Branche ist zudem wichtig, dass Kapital aus Westeuropa bei der Finanzierung von Modernisierungen helfen kann.

Beachtenswert ist, dass der Einstieg eines großen Händlers mit der Erwartung eines neuen Fördersystems für Biomethan zusammenfällt: Diese Gruppen verfügen über Wissen zu langfristigen Verträgen und zum Management von Preisrisiken.

Ausblick

Axpo kündigte die Modernisierung der Anlage und weitere Biogasprojekte in Polen an. Es lohnt sich zu beobachten, ob sich die Gruppe für den Bau von Biomethananlagen oder die Übernahme weiterer Objekte entscheidet und wie sie die Beziehungen zu den Substrat liefernden Landwirten gestaltet. Für den Markt wird wichtig sein, ob das wachsende Engagement von Händlern und internationalen Gruppen zu mehr Liquidität im Markt für Herkunftsnachweise für Biomethan führt.

Quellen

  1. Axpo wchodzi na polski rynek biogazu — Gramwzielone.pl