BiogasEreignis

EBA: Biomethanproduktion in Europa stieg 2022 um 20% auf 4,2 Mrd. m³

Am 5. Dezember 2023 veröffentlichte der Europäische Biogasverband einen neuen Statistikbericht: Die Biomethanproduktion stieg 2022 um 20% auf 4,2 Mrd. m³, und Biogas und Biomethan liefern zusammen 21 Mrd. m³ Gas.

Veröffentlicht Aktualisiert 2 Min. LesezeitRedaktion FeedstockData

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Detal skidu sprężarki gazu w instalacji biometanu: rury, kołnierze, manometry i dłoń technika w rękawicy przy zaworze.
Illustration: FeedstockData (KI, Google Gemini)

Der Europäische Biogasverband (EBA) veröffentlichte am 5. Dezember 2023 die neue Ausgabe des Statistikberichts. Daraus geht hervor, dass die Biomethanproduktion in Europa 2022 um 20% auf 4,2 Mrd. m³ stieg (von 3,5 Mrd. m³ im Jahr 2021) und die Gesamtproduktion von Biogas und Biomethan 21 Mrd. m³ erreichte. Dänemark bleibt Spitzenreiter beim Anteil von Biomethan im Gasnetz – knapp 40%. Die Daten zeigen ein dynamisches Wachstum, aber auch den Abstand zum EU-Ziel von 35 Mrd. m³ bis 2030.

Was sich ändert

Der EBA-Bericht ist ein jährlicher Überblick über den Zustand des Marktes. Er zeigt, dass Biomethan schneller wächst als Biogas, das in Kraft-Wärme-Kopplung genutzt wird: Immer mehr bestehende Anlagen ergänzen Aufbereitungssysteme, und neue Projekte entstehen gleich als Biomethananlagen. Die Energiekrise nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine beschleunigte die Investitionen, da hohe Gaspreise die Wirtschaftlichkeit der Projekte verbesserten und die Versorgungssicherheitspolitik ihnen Priorität verlieh.

Das Wachstum von 20% im Jahr 2022 war genauso hoch wie im Vorjahr, was bedeutet, dass das Tempo gehalten, aber nicht beschleunigt wurde. Um 35 Mrd. m³ im Jahr 2030 zu erreichen, ist ein deutlich schnelleres Wachstum erforderlich, was u. a. die Vereinfachung von Verfahren, Netzzugang und stabile Förderung erfordert.

Bedeutung für die Branche in Polen

In den europäischen Statistiken gehört Polen zu den Ländern mit großem Rohstoffpotenzial, aber sehr geringer Biomethanproduktion. Das Jahr 2023 brachte die ersten Regelungen: das Gesetz über erneuerbare Energiequellen (ustawa o OZE) mit einer Definition von Biomethan, einem Register und einem Fördersystem bis 1 MW sowie eine Verordnung mit einem Referenzpreis. Der EBA-Bericht zeigt, dass Vorschriften erst der Anfang sind: Damit der Markt in Gang kommt, werden Anschlüsse, Finanzierung und vereinfachte Genehmigungen benötigt.

Die Erfahrungen Dänemarks, Frankreichs und Italiens weisen darauf hin, dass stabile Tarife oder Prämien, klare Anschlussregeln sowie Programme zur Kofinanzierung von Investitionen, oft auf Basis von EU-Mitteln, entscheidend sind.

Worauf zu achten ist

Investoren und Kommunen können die EBA-Daten für das Benchmarking der Investitions- und Betriebskosten sowie für die Risikoanalyse nutzen. Es lohnt sich zu prüfen, wie die Rohstoffstruktur in Ländern mit reifem Markt aussieht: Es dominieren Mist, Gülle, landwirtschaftliche Reststoffe, Lebensmittelabfälle und Schlämme, und der Anteil von Energiepflanzen sinkt.

Wachstumsfaktoren

Zum Wachstum trugen bei: hohe Gaspreise, Förderprogramme in Ländern wie Frankreich, Italien oder Dänemark sowie die Versorgungssicherheitspolitik nach 2022. In vielen Staaten gab es Investitionszuschüsse und vereinfachte Verfahren. Dennoch bleiben Netzanschlüsse und der Widerstand lokaler Gemeinschaften gegen neue Anlagen weiterhin ein Hemmnis.

Wie es weitergeht

Der nächste Bericht wird zeigen, ob das Jahr 2023 eine Beschleunigung gebracht hat. In Polen werden die ersten Anmeldungen zum Biomethan-Fördersystem und die ersten Anlagen, die Gas ins Netz einspeisen, der Maßstab für den Fortschritt sein.

Quellen

  1. Bioenergy News — EBA: Biomethane production in Europe increased by 20% in 2022
  2. European Biogas Association