BiogasEreignis
FENX.02.02: 300 Mio. PLN aus FEnIKS für Biogas- und Biomethananlagen
Der NFOŚiGW kündigte den Förderaufruf FENX.02.02 „Ausbau erneuerbarer Energien (Rozwój OZE)“ im Programm FEnIKS mit einem Pool von 300 Mio. PLN an. Anträge sollten vom 29. Februar bis zum 13. Mai 2024 entgegengenommen werden.

Der Nationale Fonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft kündigte im Februar 2024 den Förderaufruf FENX.02.02 „Ausbau erneuerbarer Energien (Rozwój OZE)“ im Rahmen des Programms Europäische Fonds für Infrastruktur, Klima, Umwelt (FEnIKS) an, mit einem Pool von 300 Mio. PLN für Investitionen in Biogas und Biomethan. Anträge sollten vom 29. Februar bis zum 13. Mai 2024 entgegengenommen werden. Für die Branche war das der erste so deutliche Finanzierungskanal für an das Netz angeschlossene Biomethananlagen.
Was der Förderaufruf umfasste
Die Förderung war für Unternehmer, die öffentliche Verwaltung sowie Gebietskörperschaften vorgesehen. Der Umfang der Projekte umfasste:
- Bau, Umbau oder Modernisierung von Anlagen zur Erzeugung von Biomethan mit Anschluss an das Gasnetz,
- Bau oder Ausbau von Anlagen zur Erzeugung von Strom und/oder Wärme aus Biogas, samt einem der Anlage dienenden Energiespeicher und Netzanschluss,
- die Möglichkeit der Förderung von Biowasserstoffanlagen – dieser letzte Punkt war zum Zeitpunkt der Ankündigung nicht vollständig bestätigt.
Die Form der Hilfe sollte höchstwahrscheinlich ein zinsgünstiges Darlehen mit der Möglichkeit eines teilweisen Erlasses (in der Größenordnung von 20–30%) sein. Die genauen Auswahlkriterien waren damals noch nicht veröffentlicht.
Bedingungen, auf die man achten sollte
- Leistungsschwelle. Damit ein Biogasprojekt für das nationale Programm in Frage kam, musste es 0,5 MWe und/oder 0,5 MWt überschreiten – das ergibt sich aus der Abgrenzungslinie zwischen nationalen und regionalen Programmen.
- Reifegrad. Mindestvoraussetzung waren die Netzanschlussbedingungen. Zusätzlich wurden der Vorbereitungsstand (Umweltentscheidung oder Baugenehmigung), ein integrierter Energiespeicher sowie die Umsetzung durch Energiegemeinschaften – Cluster und Genossenschaften – mit Punkten bewertet.
Bedeutung für die Branche in Polen
Im Jahr 2024 war in Polen noch keine Biomethananlage in Betrieb, die Gas ins Netz einspeiste, und Investoren nannten zwei Haupthemmnisse: das Fehlen eines Betriebsförderungssystems für größere Anlagen und den schwierigen Netzanschluss. Der Förderaufruf FENX.02.02 löste beide Probleme nicht, verringerte aber die Kapitalhürde: Eine Biomethananlage mit einer typischen Größenordnung von einigen MW ist eine Investition in der Größenordnung von mehreren Dutzend Millionen Złoty, und der Anteil von Fremdkapital an der Finanzierung hängt von der Vorhersehbarkeit der Erlöse ab.
Das Programm zeigte auch die Richtung der Politik: EU-Mittel sollen vor allem Anlagen mit Anschluss an das Gasnetz fördern und nicht ausschließlich solche, die Strom erzeugen.
Wie es weitergeht
Nach Abschluss des Förderaufrufs kündigte der NFOŚiGW weitere Programme für Biogas und Biomethan an, darunter ein dediziertes Biomethanprogramm. Der endgültige Test der Wirksamkeit wird jedoch erst das Erscheinen der ersten an das Gasnetz angeschlossenen Biomethananlagen sein. Bis dahin sollten Antragsteller parallel die Anschluss- und Umweltfristen im Blick behalten, denn sie entscheiden am häufigsten über das Umsetzungstempo.





