BiomethanEreignis

Lettland hat ein Förderpaket für Biomethan genehmigt: 21,5 Mio. Euro

Am 18. November 2025 genehmigte die lettische Regierung ein Förderpaket für die Biomethanproduktion im Wert von 21,5 Mio. Euro: Kapitalzuschuss von bis zu 4,2 Mio. Euro je Antragsteller sowie Darlehen und Garantien der ALTUM.

Veröffentlicht 2 Min. LesezeitRedaktion FeedstockData

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Niskopodłogowy autobus miejski na CNG z zabudową butli na dachu na przystanku w zielonej alei polskiego miasta.
Illustration: FeedstockData (KI, Google Gemini)

Das lettische Kabinett genehmigte am 18. November 2025 ein Förderpaket für die Biomethanproduktion mit einem Gesamtwert von 21,5 Mio. Euro, finanziert aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Staatshaushalt. Es ist ein Beispiel für ein bescheidenes, aber umfassendes Programm: Es erfasst nicht nur Erzeuger, sondern auch Tankinfrastruktur und Fahrzeuge.

Aufbau der Förderung

Das Instrument ist eine Kombination aus einem Darlehen oder einer Garantie mit einem Kapitalzuschuss, der das Hauptkapital senkt. Der Höchstzuschuss beträgt 4,2 Mio. Euro je Antragsteller. Die staatliche Entwicklungsbank ALTUM vergibt Darlehen bis zu 10 Mio. Euro, und bei höheren Beträgen bürgt sie für Kredite von Geschäftsbanken – die Garantien können bis zu 80% der förderfähigen Kosten decken.

Finanziert werden können: Geräte zur Biomethanproduktion, Tankinfrastruktur, Anschlüsse an das Gasübertragungssystem und Biomethanfahrzeuge. Die Förderintensität beträgt 45% für große Unternehmen und 50% für KMU bei Ausrüstung und Infrastruktur, in der Region Lettgallen 45%, 55% und 65% für große, mittlere bzw. kleine Unternehmen. Für Fahrzeuge sind es 30%, 40% und 50% unabhängig vom Standort, wobei die De-minimis-Regel Anwendung findet. Das Ministerium und ALTUM haben eine neue Methodik zur Berechnung staatlicher Beihilfen erarbeitet, die die Europäische Kommission bis Mitte November genehmigen sollte. Die Ausschreibung sollte im Dezember 2025 starten, und die Projekte sollen bis zum 31. März 2029 abgeschlossen sein. Vorrang erhalten Vorhaben mit dem größten Beitrag zu den nationalen Energiezielen und einem höheren Reifegrad.

Warum das wichtig ist

Lettland hat, ähnlich wie Estland oder Litauen, ein großes Potenzial an landwirtschaftlichen Rohstoffen und Zugang zu unterirdischen Gasspeichern in der Region, doch der Biomethanmarkt entsteht erst. Die Kombination aus Zuschüssen und Garantien senkt die Kapitalbarriere für kleinere Unternehmen, und die Einbeziehung auch von Tankstellen und Fahrzeugen in die Kosten versucht, das „Henne-Ei-Problem“ zu lösen: Ohne Abnehmer gibt es keine Produktion, ohne Produktion keine Flotten.

Bedeutung für die Branche in Polen

Für polnische Investoren ist das Programm aus zwei Gründen interessant. Erstens können die baltischen Biomethanmärkte künftig mit polnischen Produzenten konkurrieren oder zusammenarbeiten und dieselbe Gasinfrastruktur in der Region nutzen. Zweitens zeigt das Schema eine Alternative zu reinen Zuschüssen: Garantien der staatlichen Entwicklungsbank können die kommerzielle Finanzierung beschleunigen. In Polen beginnt der Bank Gospodarstwa Krajowego (BGK) eine ähnliche Rolle zu spielen.

Worauf zu achten ist

In der Beschreibung wurden weder Produktionsmengen noch Ziele genannt, sodass die Größenordnung der Wirkungen schwer zu beurteilen ist. Lettland ist eines der Länder, die 2025 Rahmenbedingungen für Biomethan aufbauten; entscheidend wird sein, ob der Gesamtbetrag von 21,5 Mio. Euro ausreicht, um eine größere Zahl von Projekten anzustoßen, und ob die Genehmigung der Methodik durch die Kommission ohne Verzögerungen erfolgt.

Quellen

  1. Latvia approves support scheme for biomethane production — Bioenergy News