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Anschlussgesetz (UC84): Vorteile für Biogasanlagen und Streit mit der Branche der erneuerbaren Energien
Energie- und Landwirtschaftsministerium argumentieren, der Entwurf UC84 verbessere die Lage der Biogasanlagen: 60 Tage zur Prüfung des Antrags, Betriebsvorrang bei Netzgefährdung und Erstattung der Ausbaukosten. Die Arbeiten stocken im Sejm.

Das Energieministerium und das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung haben am 30. Januar 2026 die Vorteile vorgestellt, die der Entwurf UC84 für Biogasanlagen bringen wird – eine Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (Prawo energetyczne), die die Anschlussverfahren beschleunigt und als Anschlussgesetz bezeichnet wird. Der Entwurf ist für die breitere Branche der erneuerbaren Energien umstritten, enthält aber für Biogas Lösungen, für die sich der Sektor seit Jahren einsetzte.
Lösungen für Biogasanlagen
Laut den Ressorts sieht der Entwurf u. a. vor:
- 60 Tage für den Betreiber, um die Vollständigkeit des Anschlussantrags zu bestätigen oder zur Ergänzung aufzufordern,
- Betriebsplan: Anlagen mit genehmigtem Plan bräuchten keine Bewertung der Netzauswirkungen und könnten von März bis September Energie mit garantierter Leistung für mindestens 14 Stunden täglich einspeisen (derzeit begrenzen Überlastungen und Spannungsschwankungen die Produktion, obwohl Biogasanlagen rund um die Uhr arbeiten können),
- Abschaltung zuletzt in Situationen der Gefährdung der Netzsicherheit,
- die Pflicht, Biogasanlagen in den Netzentwicklungsplänen zu berücksichtigen,
- bei Verweigerung des Anschlusses wegen fehlender Kapazität – die Pflicht zum Abschluss eines Anschlussvertrags, zur Aktualisierung des Plans und zur Nennung des Termins für die Umsetzung der Investition,
- Erstattung der Differenz zwischen den vereinbarten Anschlusskosten und dem Standardentgelt, wenn der Investor für den Netzausbau zahlt,
- vom Präsidenten des URE vorbereitete Berichtsmuster für Erzeuger von Biogas und Biomethan.
Energieminister Miłosz Motyka nannte diese Änderungen einen Impuls für die Entwicklung von Biogas, und Landwirtschaftsminister Stefan Krajewski betonte, dass Biogasanlagen bis zu 8.000 Stunden jährlich (ca. 90% der Zeit) arbeiten können, landwirtschaftliche und Verarbeitungsabfälle verwerten und Gärrest als Ersatz für mineralische Düngemittel liefern.
Streit
Der Entwurf stockt im Sejm. Die Ausschüsse setzten die Arbeiten aus, damit die Regierung die Lösungen mit der Branche der erneuerbaren Energien abstimmen kann. Der Sektor wendet sich gegen Übergangsvorschriften, die Investoren unter Androhung des Erlöschens des Anschlussvertrags zu einem sehr schnellen Beginn der Investitionsverfahren zwingen würden, gegen höhere Vorauszahlungen für Anschlussbedingungen sowie gegen eine neue Gebühr für die Bearbeitung von Anträgen.
Bedeutung für die Branche in Polen
Für Biogasanlagen ist das Anschlussproblem am wichtigsten: Laut Branche wurde ein erheblicher Teil der Anträge wegen fehlender Netzkapazität abgelehnt. Die Bestimmung zur Pflicht zum Vertragsabschluss und zur Nennung des Investitionstermins sowie der Vorrang bei der Netzplanung verändern die Logik der Beziehungen zu den Betreibern. Der Betriebsplan mit garantierter Leistung wiederum kann die Auslastung der Anlagen in der Saison verbessern, in der das Netz durch Photovoltaik belastet ist.
Worauf zu achten ist
Der Artikel nennt keinen Termin des Inkrafttretens. Solange der Entwurf nicht verabschiedet ist, handelt es sich um Vorschläge. Investoren sollten die Möglichkeit von Änderungen im Laufe der Arbeiten im Sejm berücksichtigen, darunter Kompromisse zu Übergangszeiträumen.





