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H. Cegielski-Poznań steigt ins Biogasgeschäft ein: Container-Biogasanlagen von Dynamic Biogas

Die Gesellschaft H. Cegielski-Poznań besitzt eine Lizenz zur Herstellung von Biogasanlagen von Dynamic Biogas. Eine 0,5-MW-Pilotanlage läuft auf dem Versuchsbetrieb der Universität für Lebenswissenschaften in Przybroda.

Veröffentlicht Aktualisiert 2 Min. LesezeitRedaktion FeedstockData

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Ujęcie z dołu między dwoma fermentorami z szarą i zieloną kopułą, stalowe schody i estakada rur, mokra trawa po deszczu.
Illustration: FeedstockData (KI, Google Gemini)

Die Gesellschaft H. Cegielski-Poznań gab im Mai 2020 ihren Einstieg in den Markt landwirtschaftlicher Biogasanlagen bekannt. Wie das Portal Gramwzielone.pl am 29. Mai berichtete, besitzt das Unternehmen eine Lizenz zur Herstellung von Dynamic-Biogas-Anlagen, die in Zusammenarbeit mit der Universität für Lebenswissenschaften in Poznań entwickelt wurden. Eine Pilotanlage mit einer Leistung von 0,5 MW läuft auf dem Versuchsbetrieb in Przybroda.

Worin die Technologie besteht

Nach der Beschreibung des Herstellers unterscheidet sich die Biogasanlage Dynamic Biogas von den typischen in Polen und Europa eingesetzten Anlagen. Die wichtigsten Merkmale:

  • Trennung der Gärphasen — am Eingang arbeitet ein sog. biotechnologischer Beschleuniger, der die Anfangsstufen des Abbaus organischer Substanz beschleunigen soll;
  • ein zentraler Rührer pro Fermenter, was laut Hersteller die Bildung von Schwimmschichten begrenzt;
  • kürzere Verweilzeit, und damit geringerer Flächenbedarf und kleinere Behälter;
  • breites Rohstoffspektrum — nahezu alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Abfälle der Land- und Ernährungswirtschaft, mit Ausnahme von Materialien mit sehr hoher Antibiotikakonzentration oder aggressiven Chemikalien;
  • Containerbauweise — der Bau dauert von wenigen bis zu mehr als zehn Wochen, die Inbetriebnahme von einigen Tagen bis zu einigen Wochen.

Es handelt sich um Herstellerangaben; ein unabhängiger Vergleich von Wirkungsgrad und Kosten mit anderen Technologien würde einen langjährigen Betrieb erfordern.

Pilotanlage in Przybroda

Die Anlage in Przybroda verarbeitet hauptsächlich Mist und Nebenprodukte des Betriebs. Die geplante Jahresproduktion beträgt etwa 4250 MWh Strom und 4000 MWh Wärme, was laut Hersteller der Energie von etwa 850 Tonnen Steinkohle entspricht (bei einem typischen Heizwert von ca. 25 MJ/kg entsprechen 850 t Kohle ca. 5,9 GWh, also weniger als die Summe von 8,25 GWh Strom und Wärme, sodass der Vergleich des Herstellers nur näherungsweise gilt). Der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft argumentierte, die Anlagen könnten die Kosten der Betriebe senken und zusätzliche Einnahmen aus dem Energieverkauf erzeugen, und die wissenschaftliche Aufsicht über den biotechnologischen Teil führe Prof. Jacek Dach vom Labor für Ökotechnologie der Posener Universität.

Bedeutung für den Markt

Der Einstieg eines großen Industriemaschinenherstellers in das Biogassegment ist ein Signal, dass in Polen nach lokalen Technologielieferanten gesucht wird und nicht nur nach importierten Lösungen. Die Gesellschaft schätzte das nationale Potenzial auf mehr als 3,5 GW Leistung in Biogasanlagen, was ihre eigene Einschätzung und keine offizielle Prognose ist. Die ersten kommerziellen Einheiten könnten noch 2020 entstehen, wenn sich interessierte Investoren finden.

Wie es weitergeht

Die neue Technologie wird an den Betriebsergebnissen gemessen werden: Umwandlungswirkungsgrad, Prozessstabilität, Servicekosten und Ersatzteilverfügbarkeit. Für potenzielle Investoren sind Referenzen aus laufenden Anlagen, Gewährleistungen des Auftragnehmers und die Einhaltung der Umweltanforderungen entscheidend.

Was ein Investor prüfen sollte

Bei der Bewertung eines solchen Angebots sollte man nach den für eine Anlage mit 0,5 MW Leistung erforderlichen Genehmigungen, nach der Liste zulässiger Substrate, nach den Anforderungen an die Gärrestlagerung und nach Wirkungsgradgarantien fragen. Auf dem Markt neue Technologien sind im Kauf mitunter günstiger, ihr Betrieb ist aber mitunter mit höherem Risiko behaftet, solange sie nicht an vielen Standorten und mit unterschiedlichen Substratmischungen erprobt wurden.

Quellen

  1. Nowa polska technologia biogazowni od Cegielskiego — Gramwzielone.pl
  2. H. Cegielski-Poznań S.A.