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Korea: erste CHPS-Ausschreibung – von 6500 GWh wurden nur 750 GWh vergeben
Erste Ausschreibung des Clean Hydrogen Portfolio Standard in Korea: Korea Southern Power (KOSPO) wurde für 750 GWh pro Jahr aus der Ammoniak-Mitverbrennung ausgewählt, bei 6500 angebotenen GWh; Vertrag über 15 Jahre ab 2028.

Die erste Ausschreibung des Clean Hydrogen Portfolio Standard (CHPS) in Südkorea endete mit der Vergabe von nur 750 GWh pro Jahr, obwohl 6500 GWh angeboten wurden. Laut Ammonia Energy Association wurde das staatliche Unternehmen Korea Southern Power (KOSPO) als bevorzugter Bieter ausgewählt; die Nachricht verbreitete es in einer Mitteilung vom 22. November 2024, und die Ergebnisse der Ausschreibung wurden durch eine Dezember-Mitteilung des Strommarktbetreibers (Korea Power Exchange) bekannt gegeben. Die Medien beschrieben die Ausschreibung als die „weltweit erste“ für Strom aus kohlenstoffarmem Wasserstoff.
Wie CHPS funktioniert
CMS und CSIRO erläutern, dass das Ministerium für Handel, Industrie und Energie im Rahmen des CHPS im Mai 2024 einen Ausschreibungsmarkt eröffnete, auf dem Stromerzeuger 15-jährige Verträge über den Bezug von Strom aus Wasserstoff oder Ammoniak abschließen können. Zugelassen wurde ausschließlich Wasserstoff, der die nationalen Normen für sauberen Wasserstoff erfüllt (Emission von bis zu 4 kg CO₂eq je kg H₂). Das Ausschreibungsvolumen für 2024 betrug 6500 GWh, und der kommerzielle Betrieb soll bis 2028 beginnen. Laut AEA handelt es sich bei dem Mechanismus um einen Differenzvertrag, der die Differenz zwischen dem Großhandelsstrompreis und den LCOE von Strom aus Wasserstoff oder Ammoniak ausgleicht; bei Erfolg soll der Anteil von Strom aus Wasserstoff und Ammoniak im nationalen Netz auf 2,1% im Jahr 2030 und 7,1% im Jahr 2036 steigen. Zuvor, im Dezember 2023, wurde das koreanische Zertifizierungssystem für sauberen Wasserstoff abgeschlossen (eigener Beitrag).
Ergebnis der Ausschreibung
AEA gibt an, dass von den fünf Finalisten (die alle die Mitverbrennung von Ammoniak einsetzen wollten) nur das Angebot von KOSPO innerhalb der vom Marktbetreiber KPX festgelegten Preisgrenze lag. Das Angebot machte lediglich 11% des in der ersten Runde zur Subventionierung vorgesehenen Volumens aus, sodass in den folgenden Runden Änderungen nötig sein werden. KOSPO verpflichtete sich, ab 2028 750 GWh Strom pro Jahr aus der Mitverbrennung von Ammoniak mit Kohle in Block 1 des Kraftwerks Samcheok Bitdream zu erzeugen. Samsung C&T erhielt im Juli 2024 den Auftrag zum Bau des angrenzenden Ammoniak-Importterminals mit einem Tank von 30.000 t Fassungsvermögen, dessen Fertigstellung für Juli 2027 vorgesehen ist, was die Mitverbrennung von mindestens 20% Ammoniak ermöglichen wird. Der Brennstoff soll u. a. aus dem Mid West Clean Energy Project in Westaustralien stammen (bis zu 1,2 Mio. t Ammoniak pro Jahr mit CCS).
Bedeutung
Die Abweichung bei der Vertragslaufzeit (15 Jahre bei CMS, CSIRO und Asia Economy, 20 Jahre in einigen Berichten) wird zugunsten von 15 Jahren entschieden. Die Mitverbrennung von Ammoniak mit Kohle ist klimapolitisch umstritten, da sie die Lebensdauer von Kohlekraftwerken verlängert; CSIRO vermerkt, dass die Mitverbrennung von Ammoniak mit Kohle ab 2026 von der Teilnahmeberechtigung an der Ausschreibung für Strom aus sauberem Wasserstoff ausgeschlossen wurde. Für Biogas und Biomethan, die lokal aus Abfällen erzeugt werden können, ist das CHPS-Ergebnis ein Signal, dass lokale Projekte besser planbar sein können als große Importketten – auch wenn über ihren Umfang die verfügbaren Abfälle entscheiden.




