BMP-UntersuchungenEnergiepflanzen und Ganzpflanzensilage (GPS)

Jerusalem artichoke biomass — BMP: 11 Studien, gewichteter Mittelwert 384 m³ CH₄/t oTS

Jerusalem artichoke biomass: 11 Datensätze an BMP-Daten aus 5 Publikationen, gewichteter Mittelwert 384 m³ CH₄/t oTS, Spanne 252–680.

Bewertung: gutCH₄ 65 %

Veröffentlicht Aktualisiert 2 Min. LesezeitRedaktion FeedstockData

Foto JackyM59 / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0, Quelldatei; Änderungen: Zuschnitt

Gewichteter Mittelwert
384m³ CH₄/t oTS
Spanne
252–680m³ CH₄/t oTS
Datensätze
11Studien
Publikationen
5Quellen
Temperaturen
35 °C, 36 °C, 37 °C, 38 °Cdes Tests

Methan im Biogas

Hoher Methangehalt · ≈ 6,5 kWh/m³ Biogas

gemessen Mittelwert aus 2 Studien BMP, Spanne 61,1–68,4 %; im Batch-Test fällt der CH₄-Anteil tendenziell höher aus als in einer Anlage.

Wie wir rechnen und was die Zonen bedeuten

Bewertung für Biogasanlagen

gut — redaktionelle Bewertung für BiogasanlagenStabil, wird in der Regel ohne Gebühr angenommen

Potenzial je Tonne Frischmasse: hoch (94 m³ CH₄/t); Prozessrisiko: Versäuerung. Kein zusätzlicher Handhabungsaufwand.

Warum? Bewertungsfaktoren

Potenzial je Tonne +2

  • +2Potenzial 94 m³ CH₄/t Frischmasse (BMP 384 × TS 27,1 % × oTS 90 %)

Prozessstabilität −0,5

  • −0,5Versäuerung: schneller Abbau / saurer pH-Wert, Risiko der Anreicherung flüchtiger Fettsäuren (FOS), erfordert Pufferung

Handhabung und Kosten 0

  • 0keine Faktoren

Punkte insgesamt: 1,5 · Schwellen: ≥ 2,5 sehr gut, ≥ 1 gut, darunter — neutral; negativ bei kumuliertem Prozessrisiko.

Redaktionelle Bewertung gemäß der Methodik · Zuverlässigkeit der Bewertung: hoch · ohne Marktpreise

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BMP-Kurven aus 11 Studien

Gewichteter Mittelwert Einzelne Datensätze

BMP-Kurven: Jerusalem artichoke biomassKumulierte Methanproduktion im Zeitverlauf für 11 Datensätze und den gewichteten Mittelwert von 384 m³ CH₄/t oTS. 11 der Kurven sind Modellkurven (Kinetik erster Ordnung).02004006008000510152025303540Zeit [d]m³ CH₄/t oTSLehtomaki (2006) · 1: 360 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Lehtomaki (2006) · 2: 370 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Zubr (1986) · 1: 301 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Zubr (1986) · 2: 309 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Gunnarson et al. (1985) · 1: 650 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Gunnarson et al. (1985) · 2: 680 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Luna-delRisco et al. (2011): 310 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Ruf i Emmerling (2018) · 1: 252 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Ruf i Emmerling (2018) · 2: 269 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Ruf i Emmerling (2018) · 3: 278 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Ruf i Emmerling (2018) · 4: 301 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Mittelwert384

Gestrichelte Linien sind eine Modellkurve (Kinetik erster Ordnung, B(t) = B₀·(1 − e−kt)); der Endpunkt stammt aus der Publikation. Alle Kurven sind Modellkurven.

Kumulierte Methanproduktion im Testverlauf [m³ CH₄/t oTS]. Die dicke Linie ist der gewichtete Mittelwert aller Datensätze (384); Punkte markieren die in den Publikationen angegebenen Endwerte. Fahren Sie mit der Maus über das Diagramm, um Werte abzulesen; ein Klick auf einen Legendeneintrag blendet einen Datensatz aus oder ein.

Datensätze und Quellen

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QuelleBMP
m³ CH₄/t oTS
CH₄ im Biogas
Vol.-%, gemessen
TemperaturProbeKurve
Lehtomaki (2006) · 1360—35 °C · mesophilJerusalem ArtichokeEndpunkt (Modellkurve)
Lehtomaki (2006) · 2370—35 °C · mesophilJerusalem ArtichokeEndpunkt (Modellkurve)
Zubr (1986) · 1 DOI30168,4 %35 °C · mesophilJerusalem artichoke · Vorbehandlung: Silage: Air tight glass jars , fermented 30-40 days at 20 oC.Endpunkt (Modellkurve)
Zubr (1986) · 2 DOI30961,1 %35 °C · mesophilJerusalem artichokeEndpunkt (Modellkurve)
Gunnarson et al. (1985) · 1 DOI650—37 °C · mesophilJerusalem artichoke · Vorbehandlung: EnsiledEndpunkt (Modellkurve)
Gunnarson et al. (1985) · 2 DOI680—37 °C · mesophilJerusalem artichoke · Vorbehandlung: EnsiledEndpunkt (Modellkurve)
Luna-delRisco et al. (2011)310—36 °C · mesophilJerusalem ArtichokeEndpunkt (Modellkurve)
Ruf i Emmerling (2018) · 1 DOI252—38 °C · mesophilJerusalem ArtichokeEndpunkt (Modellkurve)
Ruf i Emmerling (2018) · 2 DOI269—38 °C · mesophilJerusalem ArtichokeEndpunkt (Modellkurve)
Ruf i Emmerling (2018) · 3 DOI278—38 °C · mesophilJerusalem ArtichokeEndpunkt (Modellkurve)
Ruf i Emmerling (2018) · 4 DOI301—38 °C · mesophilJerusalem ArtichokeEndpunkt (Modellkurve)
Gewichteter Mittelwert38464,8 %arithmetischer Mittelwert 371, SD 150

Typische Zusammensetzung

Trockensubstanz (TS)
27,1% (Spanne 13,6–91,1)
Organische Trockensubstanz (oTS)
90 % TS (Spanne 83–95,2)
Stickstoff
0,7 % TS
C/N-Verhältnis
49

Median und Spanne der Bestimmungen, die in den Publikationen zu den BMP-Datensätzen dieses Substrats angegeben sind (abgelesen aus: CROPGEN D4, MY-D); Trockensubstanz: 10 Bestimmungen, organische Trockensubstanz: 6 Bestimmungen. Die TS-Spanne umfasst frische Proben sowie vor dem Test teilweise getrocknete oder getrocknete Proben – für Frischmaterial gilt der untere Teil der Spanne, idealerweise Ihre eigene Messung.

Quellen: Lehtomaki (2006); Zubr (1986); Gunnarson et al. (1985); Luna-delRisco et al. (2011); Ruf et al. (2018).

Die Zusammensetzung des Rohstoffs schwankt zwischen Chargen — für Anlagenberechnungen verwenden Sie die Analyse Ihrer eigenen Probe. Der Rechner trägt typische Werte automatisch ein.

Prozesseigenschaften

  • saisonal
  • leicht abbaubar
  • redaktionelle Einstufung

Kofermentation — womit kombinieren, worauf achten

Dosierung

Schrittweise einführen, mit einer kleinen Dosis beginnen und den Prozess überwachen (z. B. FOS/TAC, pH-Wert, Gaszusammensetzung).

Der Kofermentationsrechner bewertet eine konkrete Mischung mit diesem Substrat.

Was die Zusammenstellung zeigt

Die Zusammenstellung umfasst 11 Datensätze zum Methanpotenzial (BMP) des Substrats „Jerusalem artichoke biomass“ aus 5 Publikationen, veröffentlicht 1985–2018. Die Ergebnisse reichen von 252 bis 680 m³ CH₄/t oTS, der gewichtete Mittelwert beträgt 384 m³ CH₄/t oTS (arithmetischer Mittelwert 371, Standardabweichung 150).

Die Tests wurden bei 35, 36, 37, 38 °C (Temperaturbereich: mesophil) durchgeführt. Unterschiede bei Temperatur, Impfschlamm, Testdauer und Probenvorbereitung sind typische Ursachen für die Streuung der Ergebnisse zwischen Laboren.

Für 11 Datensätze gibt die Publikation nur den Endwert an. Die Linie im Diagramm ist dann eine Modellkurve (Kinetik erster Ordnung) und dient nur dem Vergleich der Kurvenformen — nur der Endpunkt stammt aus der Publikation.

So nutzen Sie diese Daten

BMP beschreibt das Potenzial, das im Batch-Test unter Laborbedingungen erzielt wird. In einer großtechnischen Anlage hängt der Ertrag zusätzlich von Verweilzeit, Fermenterbelastung, Durchmischung und Zusammensetzung der Einsatzstoffe ab. Für Vorberechnungen empfiehlt sich der gewichtete Mittelwert, für die Risikobewertung die gesamte Spanne der Ergebnisse. Bei der Planung eines konkreten Einsatzstoffs lohnt es sich, einen eigenen BMP-Test an einer repräsentativen Probe zu beauftragen.

Methodik in Kürze

BMP ist die Methanmenge, die im Batch-Test aus der organischen Trockensubstanz (oTS) gewonnen wird, angegeben in m³ CH₄ pro Tonne oTS (numerisch identisch mit NmL CH₄/g oTS in den Publikationen) und auf Normbedingungen (0 °C, 101,325 kPa) umgerechnet. Der gewichtete Mittelwert gibt jeder Publikation ein Gesamtgewicht von 1, das gleichmäßig auf ihre Ergebnisse für das Substrat verteilt wird — eine Arbeit, die zwanzig Sorten testet, wiegt also nicht schwerer als eine Arbeit mit einer einzigen Probe. Bei Ringversuchen ist die Einheit das Labor (Gesamtgewicht 1), und innerhalb des Labors steigt das Gewicht eines Tests mit der Zahl der Flaschen (Replikate). Ergebnisse nach einer Vorbehandlung (z. B. thermisch, chemisch, enzymatisch) werden gesondert ausgewiesen und gehen nicht in den Mittelwert ein.

Durchgezogene Linien sind in den Tests gemessene Kurven. Gibt eine Publikation nur das Endergebnis an, zeichnen wir ein kinetisches Modell erster Ordnung, B(t) = B₀·(1 − e−kt): Nur der Endpunkt stammt aus der Publikation, die Kurvenform dient ausschließlich der Visualisierung — die Produktion an einem bestimmten Tag lässt sich daraus nicht ablesen. Für dieses Substrat wurde k = 0,085 d−1 angenommen (Median der in den Quellen angegebenen und/oder an die mittleren gemessenen Kurven angepassten Geschwindigkeitskonstanten k).

Die Statistiken beschreiben die Streuung veröffentlichter Ergebnisse — eine deskriptive Zusammenstellung, keine Metaanalyse und keine Garantie für den Anlagenertrag.

Vollständige Methodik und Korrekturpolitik

Literaturverzeichnis

  1. Lehtomaki, A. Viinikainen, T.A. Rintala, J.A (2006). Screening boreal energy crops and crop residues for methane biofuel production. Submitted to Biomass and Bioenergy.
  2. Zubr, J. (1986). Methanogenic fermentation of fresh and ensiled plant materials. Biomass 11(3), 159–171. DOI: 10.1016/0144-4565(86)90064-8 DOI
  3. Gunnarson, S.; Malmberg, A.; Mathisen, B.; Theander, O.; Thyselius, L.; Wünsche, U. (1985). Jerusalem artichoke (Helianthus tuberosus L.) for biogas production. Biomass 7(2), 85–97. DOI: 10.1016/0144-4565(85)90036-8 DOI
  4. Luna-delRisco, M.; Normak, A.; Orupõld, K. (2011). Biochemical methane potential of different organic wastes and energy crops from Estonia. Agronomy Research 9(1–2), 331–342. https://www.semanticscholar.org/paper/25cf2d7bba4758136830a9a02caf3ecd997173bb Quelle
  5. Ruf, T.; Emmerling, C. (2018). Site-adapted production of bioenergy feedstocks on poorly drained cropland through the cultivation of perennial crops. A feasibility study on biomass yield and biochemical methane potential. Biomass and Bioenergy 119, 429–435. DOI: 10.1016/j.biombioe.2018.10.007 DOI

Alle Quellen des Portals: Literaturverzeichnis.