BMP-UntersuchungenNebenprodukte der Agrar- und LebensmittelindustrieEinzelstudie (2 Proben)

Crude glycerol — BMP: 2 Studien, gewichteter Mittelwert 426 m³ CH₄/t oTS

Crude glycerol: 2 Datensätze an BMP-Daten aus 1 Publikation, gewichteter Mittelwert 426 m³ CH₄/t oTS, Spanne 370–483.

Bewertung: gutCH₄ ≈ 52 % (Schätzung)

Veröffentlicht Aktualisiert 2 Min. LesezeitRedaktion FeedstockData

Illustration: FeedstockData (KI, Google Gemini)

Gewichteter Mittelwert
426m³ CH₄/t oTS
Spanne
370–483m³ CH₄/t oTS
Datensätze
2Einzelstudie (2 Proben)
Publikationen
1Quelle
Temperaturen
—des Tests

Methan im Biogas

Mittlerer Methangehalt · ≈ 5,2 kWh/m³ Biogas

Schätzung anhand der Substratart Die erfassten Studien enthalten keine Messung. Das Intervall ergibt sich aus der ungefähren Zusammensetzung (kohlenhydratdominiert (ohne Protein- oder Fettmerkmale)) und den Erträgen der Stoffgruppen nach FNR.

Wie wir rechnen und was die Zonen bedeuten

Bewertung für Biogasanlagen

gut — redaktionelle Bewertung für BiogasanlagenStabil, wird in der Regel ohne Gebühr angenommen

Potenzial je Tonne Frischmasse: sehr hoch (147 m³ CH₄/t); Prozessrisiko: Schaumbildung, Versäuerung. Kein zusätzlicher Handhabungsaufwand.

Warum? Bewertungsfaktoren

Potenzial je Tonne +3

  • +3Potenzial 147 m³ CH₄/t Frischmasse (FNR (2013), Guía sobre el Biogás, Tabla 4.9: Rohglycerin 147 m³ CH₄/t FM (laut FNR schwanken die Werte in der Praxis stark))

Prozessstabilität −0,75

  • −0,5Schaumbildung: Neigung zur Schaumbildung im Fermenter
  • −0,25Versäuerung: schneller Abbau / saurer pH-Wert, Risiko der Anreicherung flüchtiger Fettsäuren (FOS), erfordert Pufferung

Handhabung und Kosten 0

  • 0keine Faktoren

Punkte insgesamt: 2,25 · Schwellen: ≥ 2,5 sehr gut, ≥ 1 gut, darunter — neutral; negativ bei kumuliertem Prozessrisiko.

Redaktionelle Bewertung gemäß der Methodik · Zuverlässigkeit der Bewertung: gering · ohne Marktpreise

Zum Kofermentationsrechner hinzufügen CSV-Daten

BMP-Kurven aus 2 Studien

Gewichteter Mittelwert Einzelne Datensätze

BMP-Kurven: Crude glycerolKumulierte Methanproduktion im Zeitverlauf für 2 Datensätze und den gewichteten Mittelwert von 426 m³ CH₄/t oTS. 2 der Kurven sind Modellkurven (Kinetik erster Ordnung).02004006000510152025303540Zeit [d]m³ CH₄/t oTSJensen et al. (2014) · 1: 370 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Jensen et al. (2014) · 2: 483 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Mittelwert426

Gestrichelte Linien sind eine Modellkurve (Kinetik erster Ordnung, B(t) = B₀·(1 − e−kt)); der Endpunkt stammt aus der Publikation. Alle Kurven sind Modellkurven.

Kumulierte Methanproduktion im Testverlauf [m³ CH₄/t oTS]. Die dicke Linie ist der gewichtete Mittelwert aller Datensätze (426); Punkte markieren die in den Publikationen angegebenen Endwerte. Fahren Sie mit der Maus über das Diagramm, um Werte abzulesen; ein Klick auf einen Legendeneintrag blendet einen Datensatz aus oder ein.

Datensätze und Quellen

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QuelleBMP
m³ CH₄/t oTS
TemperaturProbeKurve
Jensen et al. (2014) · 1 DOI370—Crude glycerol, sample with the lowest methane potentialEndpunkt (Modellkurve)
Jensen et al. (2014) · 2 DOI483—Crude glycerol, sample with the highest methane potentialEndpunkt (Modellkurve)
Gewichteter Mittelwert426arithmetischer Mittelwert 426, SD 80

Prozesseigenschaften

  • leicht abbaubar
  • Neigung zur Schaumbildung
  • kohlenstoffreich
  • stickstoffarm
  • schwankende Zusammensetzung
  • redaktionelle Einstufung

Kofermentation — womit kombinieren, worauf achten

Dosierung

Richtgrenzwert aus der Literaturbis zu 6% Frischmasse der Einsatzstoffe[4][1][2]

Schrittweise einführen, mit einer kleinen Dosis beginnen und den Prozess überwachen (z. B. FOS/TAC, pH-Wert, Gaszusammensetzung).

Der Kofermentationsrechner bewertet eine konkrete Mischung mit diesem Substrat.

Was die Zusammenstellung zeigt

Die Zusammenstellung umfasst 2 Datensätze zum Methanpotenzial (BMP) des Substrats „Crude glycerol“ aus 1 Publikation aus dem Jahr 2014. Die Ergebnisse reichen von 370 bis 483 m³ CH₄/t oTS, der gewichtete Mittelwert beträgt 426 m³ CH₄/t oTS (arithmetischer Mittelwert 426, Standardabweichung 80).

Für 2 Datensätze gibt die Publikation nur den Endwert an. Die Linie im Diagramm ist dann eine Modellkurve (Kinetik erster Ordnung) und dient nur dem Vergleich der Kurvenformen — nur der Endpunkt stammt aus der Publikation.

So nutzen Sie diese Daten

BMP beschreibt das Potenzial, das im Batch-Test unter Laborbedingungen erzielt wird. In einer großtechnischen Anlage hängt der Ertrag zusätzlich von Verweilzeit, Fermenterbelastung, Durchmischung und Zusammensetzung der Einsatzstoffe ab. Für Vorberechnungen empfiehlt sich der gewichtete Mittelwert, für die Risikobewertung die gesamte Spanne der Ergebnisse. Bei der Planung eines konkreten Einsatzstoffs lohnt es sich, einen eigenen BMP-Test an einer repräsentativen Probe zu beauftragen.

Methodik in Kürze

BMP ist die Methanmenge, die im Batch-Test aus der organischen Trockensubstanz (oTS) gewonnen wird, angegeben in m³ CH₄ pro Tonne oTS (numerisch identisch mit NmL CH₄/g oTS in den Publikationen) und auf Normbedingungen (0 °C, 101,325 kPa) umgerechnet. Der gewichtete Mittelwert gibt jeder Publikation ein Gesamtgewicht von 1, das gleichmäßig auf ihre Ergebnisse für das Substrat verteilt wird — eine Arbeit, die zwanzig Sorten testet, wiegt also nicht schwerer als eine Arbeit mit einer einzigen Probe. Bei Ringversuchen ist die Einheit das Labor (Gesamtgewicht 1), und innerhalb des Labors steigt das Gewicht eines Tests mit der Zahl der Flaschen (Replikate). Ergebnisse nach einer Vorbehandlung (z. B. thermisch, chemisch, enzymatisch) werden gesondert ausgewiesen und gehen nicht in den Mittelwert ein.

Durchgezogene Linien sind in den Tests gemessene Kurven. Gibt eine Publikation nur das Endergebnis an, zeichnen wir ein kinetisches Modell erster Ordnung, B(t) = B₀·(1 − e−kt): Nur der Endpunkt stammt aus der Publikation, die Kurvenform dient ausschließlich der Visualisierung — die Produktion an einem bestimmten Tag lässt sich daraus nicht ablesen. Für dieses Substrat wurde k = 0,091 d−1 angenommen (keine kinetischen Daten für die Gruppe – verwendet wurde der Median aller verfügbaren Geschwindigkeitskonstanten k (93 Werte)).

Die Statistiken beschreiben die Streuung veröffentlichter Ergebnisse — eine deskriptive Zusammenstellung, keine Metaanalyse und keine Garantie für den Anlagenertrag.

Vollständige Methodik und Korrekturpolitik

Literaturverzeichnis

  1. Jensen, P.; Astals, S.; Lu, Y.; Devadas, M.; Batstone, D. (2014). Anaerobic codigestion of sewage sludge and glycerol, focusing on process kinetics, microbial dynamics and sludge dewaterability. Water Research 67, 355–366. DOI: 10.1016/j.watres.2014.09.024 DOI

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