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Vietnam: Entscheidung 08/2020 – Tarif für Biomasse 7,03 und 8,47 US-Cent/kWh

Die Entscheidung 08/2020/QD-TTg erhöht den vietnamesischen Tarif für Biomasse: 7,03 US-Cent/kWh in der Kraft-Wärme-Kopplung und 8,47 US-Cent für Anlagen ohne KWK, für 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Sie tritt am 25. April 2020 in Kraft.

Veröffentlicht Aktualisiert 2 Min. LesezeitRedaktion FeedstockData

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Rolnicy w prowincji Chiang Mai wiążą i znoszą snopki słomy ryżowej z pól po żniwach, w tle zalesione wzgórza.
Foto Takeaway / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0, Quelldatei; Änderungen: Zuschnitt

Vietnam hat 2020 den garantierten Preis für Energie aus Biomasse angehoben: auf 7,03 US-Cent je kWh für Kraft-Wärme-Kopplung (CHP) und 8,47 US-Cent für Anlagen ohne Kraft-Wärme-Kopplung. Die Änderung führt die Entscheidung des Premierministers 08/2020/QD-TTg ein, erlassen am 5. März 2020, die seit dem 25. April 2020 gilt.

Was früher war

Die Entscheidung 24/2014 legte für Biomasse in CHP einen Satz von 5,80 US-Cent/kWh fest. Laut rechtlichen Darstellungen gab es für Anlagen ohne CHP keinen festen Satz, und der Preis wurde durch die Kosten der vermiedenen Energie bestimmt (Avoided-Cost-Tarif). Der Entwurf vom November 2019 sah für CHP 6,77 US-Cent vor; letztlich wurden 7,03 beschlossen.

Neue Regeln

Anlagentyp Tarif (ab 25.04.2020)
Biomasse in Kraft-Wärme-Kopplung (CHP) 7,03 US-Cent/kWh
Biomasse ohne CHP 8,47 US-Cent/kWh

Die Sätze werden am Übergabepunkt angegeben, ohne Mehrwertsteuer, und an den Kurs des vietnamesischen Dong zum Dollar am Tag der Rechnungsstellung angepasst. Die Abnahmeverträge laufen 20 Jahre ab dem Datum der Inbetriebnahme. Die Energie nimmt das staatliche EVN oder dessen bevollmächtigte Gesellschaften ab.

Bedeutung

In Vietnam ist Biomasse hauptsächlich landwirtschaftlicher Abfall wie Reisstroh und Reisspelzen. Ein auf USD lautender und zum Kurs umgerechneter Satz beseitigt das Inflationsrisiko für den Investor, verlagert es aber auf den Abnehmer.

Wie der Biomassemarkt aussieht

Sätze in Dollar sind typisch für Staaten, in denen ausländische Investoren eine Absicherung gegen Währungsrisiken verlangen. Die vietnamesischen Abfälle aus dem Anbau von Reis, Zuckerrohr oder Holz sind verstreut, sodass über die Wirtschaftlichkeit die Logistik der Ernte und der Brennstoffpreis entscheiden und nicht der Tarif allein. Der höhere Satz für Anlagen ohne Kraft-Wärme-Kopplung zeigt, dass die Entscheidung von 2020 auch einfachere Projekte fördern sollte, die zuvor zu vermiedenen Kosten abgerechnet wurden. Beiträge über Abfallwirtschaft in Asien und über Reisstroh ergänzen diesen Kontext.

Zum Vergleich mit den polnischen Verhältnissen: In Polen werden Biomasse- und Biogasanlagen in anderen Fördersystemen abgerechnet (Ausschreibungen, Tarife), sodass der vietnamesische Satz in US-Cent je kWh vor allem als Bezugspunkt für Kosten und Wechselkurs nützlich ist und nicht unmittelbar zur Umrechnung auf die inländische Wirtschaftlichkeit. Entscheidend sind in diesem Modell drei Elemente: ein Abnehmer (EVN), die lange 20-jährige Vertragslaufzeit und die Abrechnung in Dollar.

Quellen

  1. Global Compliance News — Vietnam increases feed-in tariffs for biomass power projects
  2. Thu Vien Phap Luat — Decision 08/2020/QD-TTg