BMP-UntersuchungenFette, Öle und tierische Nebenprodukte

Fats, oils and grease (FOG) — BMP: 5 Studien, gewichteter Mittelwert 488 m³ CH₄/t oTS

Fats, oils and grease (FOG): 5 Datensätze an BMP-Daten aus 3 Publikationen, gewichteter Mittelwert 488 m³ CH₄/t oTS, Spanne 350–688.

CH₄ ≈ 63 % (Schätzung)

Veröffentlicht Aktualisiert 2 Min. LesezeitRedaktion FeedstockData

Foto SuSanA Secretariat / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 2.0, Quelldatei; Änderungen: Zuschnitt

Gewichteter Mittelwert
488m³ CH₄/t oTS
Spanne
350–688m³ CH₄/t oTS
Datensätze
5Studien
Publikationen
3Quellen
Temperaturen
35 °Cdes Tests

Methan im Biogas

Hoher Methangehalt · ≈ 6,3 kWh/m³ Biogas

Schätzung anhand der Substratart Die erfassten Studien enthalten keine Messung. Das Intervall ergibt sich aus der ungefähren Zusammensetzung (kohlenhydratdominiert (ohne Protein- oder Fettmerkmale); fettreich (verfahrenstechnische Einstufung)) und den Erträgen der Stoffgruppen nach FNR.

Wie wir rechnen und was die Zonen bedeuten

Bewertung für Biogasanlagen

nicht bewertet — redaktionelle Bewertung für Biogasanlagen

Nicht bewertet: keine Trockensubstanz bzw. organische Trockensubstanz in den Daten. Die Bewertung berechnen wir, sobald Trockensubstanz und organische Trockensubstanz des Materials bekannt sind.

Redaktionelle Bewertung gemäß der Methodik

Zum Kofermentationsrechner hinzufügen CSV-Daten

BMP-Kurven aus 5 Studien

Gewichteter Mittelwert Einzelne Datensätze

BMP-Kurven: Fats, oils and grease (FOG)Kumulierte Methanproduktion im Zeitverlauf für 5 Datensätze und den gewichteten Mittelwert von 488 m³ CH₄/t oTS. 5 der Kurven sind Modellkurven (Kinetik erster Ordnung).02004006008000510152025303540Zeit [d]m³ CH₄/t oTSRico et al. (2014) · 1: 350 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Rico et al. (2014) · 2: 388 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Holliger et al. (2017): 688 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Labatut et al. (2011) · 1: 402 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Labatut et al. (2011) · 2: 413 m³ CH₄/t oTS (Modellkurve)Mittelwert488

Gestrichelte Linien sind eine Modellkurve (Kinetik erster Ordnung, B(t) = B₀·(1 − e−kt)); der Endpunkt stammt aus der Publikation. Alle Kurven sind Modellkurven.

Kumulierte Methanproduktion im Testverlauf [m³ CH₄/t oTS]. Die dicke Linie ist der gewichtete Mittelwert aller Datensätze (488); Punkte markieren die in den Publikationen angegebenen Endwerte. Fahren Sie mit der Maus über das Diagramm, um Werte abzulesen; ein Klick auf einen Legendeneintrag blendet einen Datensatz aus oder ein.

Datensätze und Quellen

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QuelleBMP
m³ CH₄/t oTS
TemperaturProbeKurve
Rico et al. (2014) · 1 DOI35035 °C · mesophilsludge from the fat separator of a dairy factory (SL2)Endpunkt (Modellkurve)
Rico et al. (2014) · 2 DOI38835 °C · mesophilsludge from the fat separator of a dairy factory (SL1)Endpunkt (Modellkurve)
Holliger et al. (2017) DOI688—Oil-fat remover sludgeEndpunkt (Modellkurve)
Labatut et al. (2011) · 1 DOI40235 °C · mesophilFOGEndpunkt (Modellkurve)
Labatut et al. (2011) · 2 DOI41335 °C · mesophilFOGEndpunkt (Modellkurve)
Gewichteter Mittelwert488arithmetischer Mittelwert 448, SD 136

Typische Zusammensetzung

Organische Trockensubstanz (oTS)
87 % TS (Spanne 86–88)

Median und Spanne der Bestimmungen, die in den Publikationen zu den BMP-Datensätzen dieses Substrats angegeben sind (abgelesen aus: MY-D); Trockensubstanz: 0 Bestimmungen, organische Trockensubstanz: 2 Bestimmungen. Keine TS in den Quellen – der Rechner muss nach einem Wert fragen.

Quellen: Labatut et al. (2011).

Die Zusammensetzung des Rohstoffs schwankt zwischen Chargen — für Anlagenberechnungen verwenden Sie die Analyse Ihrer eigenen Probe. Der Rechner trägt typische Werte automatisch ein.

Prozesseigenschaften

  • fettreich
  • Neigung zur Schaumbildung
  • bildet eine Schwimmschicht
  • physische Störstoffe
  • schwankende Zusammensetzung
  • tierische Nebenprodukte Kat. 3
  • redaktionelle Einstufung

Kofermentation — womit kombinieren, worauf achten

Dosierung

Richtgrenzwert aus der Literaturbis zu 30% oTS der Einsatzstoffe[2]

Schrittweise einführen, mit einer kleinen Dosis beginnen und den Prozess überwachen (z. B. FOS/TAC, pH-Wert, Gaszusammensetzung).

Der Kofermentationsrechner bewertet eine konkrete Mischung mit diesem Substrat.

Was die Zusammenstellung zeigt

Die Zusammenstellung umfasst 5 Datensätze zum Methanpotenzial (BMP) des Substrats „Fats, oils and grease (FOG)“ aus 3 Publikationen, veröffentlicht 2011–2017. Die Ergebnisse reichen von 350 bis 688 m³ CH₄/t oTS, der gewichtete Mittelwert beträgt 488 m³ CH₄/t oTS (arithmetischer Mittelwert 448, Standardabweichung 136).

Die Tests wurden bei 35 °C (Temperaturbereich: mesophil) durchgeführt. Unterschiede bei Temperatur, Impfschlamm, Testdauer und Probenvorbereitung sind typische Ursachen für die Streuung der Ergebnisse zwischen Laboren.

Für 5 Datensätze gibt die Publikation nur den Endwert an. Die Linie im Diagramm ist dann eine Modellkurve (Kinetik erster Ordnung) und dient nur dem Vergleich der Kurvenformen — nur der Endpunkt stammt aus der Publikation.

So nutzen Sie diese Daten

BMP beschreibt das Potenzial, das im Batch-Test unter Laborbedingungen erzielt wird. In einer großtechnischen Anlage hängt der Ertrag zusätzlich von Verweilzeit, Fermenterbelastung, Durchmischung und Zusammensetzung der Einsatzstoffe ab. Für Vorberechnungen empfiehlt sich der gewichtete Mittelwert, für die Risikobewertung die gesamte Spanne der Ergebnisse. Bei der Planung eines konkreten Einsatzstoffs lohnt es sich, einen eigenen BMP-Test an einer repräsentativen Probe zu beauftragen.

Methodik in Kürze

BMP ist die Methanmenge, die im Batch-Test aus der organischen Trockensubstanz (oTS) gewonnen wird, angegeben in m³ CH₄ pro Tonne oTS (numerisch identisch mit NmL CH₄/g oTS in den Publikationen) und auf Normbedingungen (0 °C, 101,325 kPa) umgerechnet. Der gewichtete Mittelwert gibt jeder Publikation ein Gesamtgewicht von 1, das gleichmäßig auf ihre Ergebnisse für das Substrat verteilt wird — eine Arbeit, die zwanzig Sorten testet, wiegt also nicht schwerer als eine Arbeit mit einer einzigen Probe. Bei Ringversuchen ist die Einheit das Labor (Gesamtgewicht 1), und innerhalb des Labors steigt das Gewicht eines Tests mit der Zahl der Flaschen (Replikate). Ergebnisse nach einer Vorbehandlung (z. B. thermisch, chemisch, enzymatisch) werden gesondert ausgewiesen und gehen nicht in den Mittelwert ein.

Durchgezogene Linien sind in den Tests gemessene Kurven. Gibt eine Publikation nur das Endergebnis an, zeichnen wir ein kinetisches Modell erster Ordnung, B(t) = B₀·(1 − e−kt): Nur der Endpunkt stammt aus der Publikation, die Kurvenform dient ausschließlich der Visualisierung — die Produktion an einem bestimmten Tag lässt sich daraus nicht ablesen. Für dieses Substrat wurde k = 0,091 d−1 angenommen (keine kinetischen Daten für die Gruppe – verwendet wurde der Median aller verfügbaren Geschwindigkeitskonstanten k (93 Werte)).

Die Statistiken beschreiben die Streuung veröffentlichter Ergebnisse — eine deskriptive Zusammenstellung, keine Metaanalyse und keine Garantie für den Anlagenertrag.

Vollständige Methodik und Korrekturpolitik

Literaturverzeichnis

  1. Rico, C.; Diego, R.; Valcarce, A.; Rico, J.L. (2014). Biogas Production from Various Typical Organic Wastes Generated in the Region of Cantabria (Spain): Methane Yields and Co-Digestion Tests. Smart Grid and Renewable Energy 05(06), 128–136. DOI: 10.4236/sgre.2014.56012 DOI
  2. Holliger, C.; Fruteau de Laclos, H.; Hack, G. (2017). Methane Production of Full-Scale Anaerobic Digestion Plants Calculated from Substrate’s Biomethane Potentials Compares Well with the One Measured On-Site. Frontiers in Energy Research 5, 12. DOI: 10.3389/fenrg.2017.00012 DOI
  3. Labatut, R.A.; Angenent, L.T.; Scott, N.R. (2011). Biochemical methane potential and biodegradability of complex organic substrates. Bioresource Technology 102(3), 2255–2264. DOI: 10.1016/j.biortech.2010.10.035 DOI

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